Wandervögel
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Wanderung
Durch die Wolfsschlucht zum Kunkskopf

Wanderzettel
64 W59 2007
Osteifel
Burgbrohl


Kurfürstenbrunnen


Wasserfall Wolfsschlucht


Veitskopf


Kunkskopf

Wanderstrecke
Burgbrohl (150 m) - Bad Tönisstein (140 m) - Wassenach (275 m) - Burgbrohl

Start: Burgbrohl

Wir starten am Bahnhof in Burgbrohl. Von dort abwärts über die Straße und durch die Anlagen der Kohlensäurefabrik hoch zur evangelischen Kirche. In ihrer Architektur erkennt man die interessante Kombination von Basalt und Tuff wie bei vielen kirchlichen und profanen Bauten in der Umgebung. Der Geopfad U steigt zunächst am Hang und führt uns später auf einem Fahrweg hinab zum Kurhaus Bad Tönisstein. Hier der Kurfürstenbrunnen und die Angelikaquelle.

Der Geopfad U führt hinter dem Kurhaus allmählich aufwärts. Ein interessanter Aufschluss ist bei U 3, wo man erkennen kann, wie der Trass (Asche) des 10 km entfernten Laacher See-Vulkans die älteren Gesteine überflossen hat. Weiter talaufwärts links die Ruinen des Klosters Tönisstein.

Das kleine Tal wird immer enger und bekommt ein urwüchsiges Bild. Unterhalb des Pfades der Tönissteiner Bach, der nach starken Regenfällen lautstark in Kaskaden durch die Wolfsschlucht brausen kann. Ihr Höhepunkt ist der Wasserfall in einem Kessel, in dem die Erosion immer wieder die Geologie und Botanik verändert. Bäume und Sträucher rutschen mit lockerem Trass aus dem Hang und stürzen in den Bachlauf. 

Wir überqueren die Straße und erreichen später den Römerbrunnen (Austritt von CO²-Gasen). Weiter geht es auf dem Weg U in einem weiten Linksbogen durch eine flache Wiesenlandschaft nach Wassenach.

Wir überqueren die Umgehungsstraße und sehen links den bewaldeten Kegel des Veitskopfs. Voraus mitten in den Feldern eine markante Baumgruppe mit einer alten Kapelle. Hier rechts zum Kunkskopf. Zu sehen sind nur noch die Ränder eines Schlackenkegels, der früher nahezu die Höhe des Veitskopfs erreichte, bevor seine Gesteine hauptsächlich zum Straßenbau abgebaut wurden. Die Grube ist nun so tief, wie der südlich gelegene Veitskopf über die Landschaft ragt. 

Links an der Grube vorbei bis zur gegenüberliegenden Seite. Hier abwärts durch das Neubaugebiet von Burgbrohl (Straße). Später durch die Anlagen der großen katholischen Kirche. Auch hier ist wieder die gekonnte Verwendung von Vulkangestein in der Architektur zu erkennen. Auf der Hauptstraße nach rechts bis zum Bahnhof.

Ziel: Burgbrohl

Länge/Dauer:
ca. 10 km/3 1/2
Stunden

 

Hinweise (Karte nicht maßstabsgetreu)
Wir wandern auf befestigten Wegen und Pfaden, hin und wieder auf Asphalt und kürzere Stücke an wenig befahrenen Straßen entlang. Der größte Teil verläuft auf dem Geopfad U, ein Teil der Strecke ist gleichzeitig EV-Weg 12 (schwarzer Keil auf weißem Grund). Die Wege sind gut markiert. Ein stärkerer Anstieg zu Anfang. Link zum Vulkanpark Brohltal/Laacher See: www.brohltal.de.

Anfahrt/Rückfahrt
Pkw:  von Norden/Süden über A 61/Niederzissen, Parkmöglichkeit am Bahnhof Burgbrohl (Vulkanexpress) 
Rucksackverpflegung
mehrere Pausenplätze,
Café in Wassenach, unterwegs einige Bänke
Wissenswertes
Eine sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderung zu Spuren des Vulkanismus zwischen Brohltal und Laacher See. Die Gegend ist reich an Mineralquellen. Viele Infotafeln.
Wanderkarte
1:25 000 Nr. 10 "Das Brohltal" des EV

Wanderst du, brauche nicht nur deine Füße, sondern auch Augen, Kopf und Herz
(alter Spruch)

(c) 16.05.2007 Text u. Grafik L. Peter, Fotos I. Peter, Vervielfältigung zum privaten Gebrauch gestattet